Zeugnisse

Warum ich bete?!:

Das ist so ziemlich die größte und schwierigste Frage, die man mir stellen kann.
„Warum glaubst du so an Gott? Warum gehst du so viel zur Kirche? Warum betest du?“
Gott liebt mich so sehr, dass diese Liebe mich drängt ihn auch zu lieben. Gott ist die Liebe, die dich so liebt, wie du dir nicht vorstellen kannst zu lieben. Der einzige Grund zu beten ist, weil ich Gott liebe.

Es wird uns niemals möglich sein Gott so zu lieben wie er uns liebt, doch sollten wir wenigstens versuchen ihm unser Herz zu öffnen und diese Liebe herein zu lassen. Doch unser Herz ganz für die Liebe Gottes zu öffnen ist wahrscheinlich wieder das Schwierigste, was wir im Leben erfüllen sollten.

Wenn ich auf mein Leben zurückblicke und überlege, wann mein Herz am meisten für die Liebe Gottes geöffnet war, war das in den Momenten, in denen ich ganz tief glauben und beten konnte. Wir können Jesus nur unser ganzes Herz schenken, wenn wir ihm ganz tief vertrauen, dass er uns mehr schenken will als wir selber erreichen können. Doch es gibt immer wieder Zeiten, in denen es schwer ist zu glauben und man meint Gott nicht zu spüren.

Dann betet man nur sein „Pflichtprogramm“ möglichst schnell runter und wartet bis Gott wieder leichter zu finden ist. Doch das ist eigentlich der falsche Weg. Zu beten, nur weil man es muss oder sich dazu verpflichtet fühlt, ist schwer und anstrengend. Wir sollten unseren täglichen Gebetsrhythmus so gestalten, dass wir im Gebet wirklich zur Ruhe kommen können und Gott zu uns sprechen kann. Denn wie soll sich Gott uns in schweren Zeiten wieder zeigen, wenn wir ihm nur alles schnell zusammengefasst vorplappern?
Zwei Minuten versuchen Gottes Gegenwart zu finden und nur auf seine Stimme zu hören, bringen für mich mehr als 20 hintereinander aufgesagte Gebete. Darum denke ich sollten wir unser Gebet auch so gestalten, dass es nicht zu einer zu großen Belastung wird.

Dass Ziel jeden Gebets sollte es sein, Gott zu finden und ihm näher zu kommen. Doch hierzu ist trotzdem ein fester Rhythmus nötig, denn unser Herz sollte immer für die Liebe Gottes geöffnet sein und nicht nur dann, wenn wir Lust haben. Wie sollten wir sonst Gott in Zeiten, in denen es uns schwer fällt zu beten, wieder näher kommen, wenn wir nicht beten? Gott sucht uns immer, jede Sekunde unseres Lebens, und will mit uns zusammen sein und uns seine unendliche Liebe schenken. Wir müssen ihm nur im Gebet die Tür zu unserem Herzen öffnen.

Autor: © Gebetskreis Open Hearts

Beten ist so schön! Sicher ist es am Anfang ziemlich schwierig und man muss sich auch Mühe geben! Aber nach einiger Zeit wird man dafür umso mehr belohnt! Ich kann euch nicht sagen, wann diese Anfangszeit zu Ende ist, denn das entscheidet nur Gott.
Beten muss man lernen, aber nicht wie Mathe oder Vokabeln. Denn es gibt keine Formeln oder Techniken. Viele Leute und auch wir können euch total viel übers Beten erzählen, aber ihr müsst eure eigenen Erfahrungen damit machen. Wenn du jemanden liebst, ist es ja auch deine ganz persönliche und unverwechselbare Liebesgeschichte. Deine Liebe wird mal schwer und mal leicht sein. Es ist, wie wenn ein Junge ein wunderschönes Mädchen aus einem ganz fremden Land kennen lernt; um es zu lieben, wird er mit ganzem Einsatz darangehen, die Sprache zu lernen.

Gott erhört jedes unserer Gebete und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Beten echt Felsen versetzen kann. Das haben wir in unserem Gebetskreis auch voll gemerkt. Es tut echt gut all seine Last ablegen zu können und zu wissen, dass es jemanden gibt, der jedes Problem mitträgt.

Es gibt nur einen Grund zu beten: weil es Gott gibt. Weil er dich erschaffen hat. Weil er dich Tag und Nacht mit seiner Liebe begleitet. Weil er jetzt gerade da ist und mit dir eine wunderbare Verbindung haben möchte. Beten ist das Natürlichste von der Welt. Es ist eigentlich so natürlich wie Atmen.
So heisst ein Wort von Friedich Hebel:
“Wenn der Mensch betet, so atmet Gott in ihm auf.”
Du kannst alles vor Gott bringen, denn vor ihm muss dir nichts peinlich sein und du musst keine Angst haben, er könne auf dich sauer sein. Entdecke, dass es nichts gibt, was du Gott nicht sagen kannst. Sage ihm alle deine Pläne, Wünsche und Sehnsüchte. Gott will mit deinem Leben das, was du dir zuinnerst wünscht. Er will dich unendlich glücklich machen. Bei den Indianern gibt es ein Sprichwort: Wirf dein Herz über den Fluss und dann – schwimm dahinter her! Also, hab keine Angst, Gott etwas Großes zu sagen, weil du dich kennst und glaubst es nie schaffen zu können. Gott kennt dich! Aber er liebt es, wenn du im Gebet dein Herz über den Fluss wirfst!

Ich schreibe dies, weil ich denke, dass viele gern beten würden, aber gar nicht wissen, wie man anfangen soll! Ich bitte euch auch, fangt es einfach an! Betet einfach abends mal etwas. Ihr könnt zum Beispiel Gott für den Tag danken oder ihn um etwas bitten. Ihr könnt auch mal ins Gotteslob gucken, da gibt es auch ganz schöne Gebete. Ich werd dafür sorgen, dass auf diese Seite auch noch ein paar Gebete kommen.

Hier sind noch mal n paar Ratschläge, die euch helfen können eine ganz enge, herzliche Beziehung mit Gott im Gebet zu leben:
1.) Versuche regelmäßig zu beten!
2.) Wenn du betest, nimm dir Zeit!
3.) Bete mit dem Herzen!
4.) Wechsle immer wieder zwischen freien und vorformulierten Gebeten!
5.) Bete allein und bete mit anderen!
6.) Bitte Gott nicht nur, sondern danke und preise ihn!
7.) Bete dein Leben!
8.) Bete in der Gemeinschaft der Kirche!

Vielleicht geht ihr auch mal Sonntags zur Kirche. Dort könnt ihr Jesus ganz nah sein. Vielleicht habt ihr auch schon mal erlebt, wie befreit man sich fühlt, wenn man nach der Messe aus der Kirche kommt. Es ist mir früher nie aufgefallen, als ich Gott ignoriert hab, dass er mir dieses Geschenk gemacht hat, aber jetzt wenn ich darüber nachdenke, merk ich es. Versucht es mal!

Wenn ihr mehr wollt könnt ihr ja auch mal den Rosenkranz beten. Der Rosenkranz ist echt wunderbar. Fragt mal eure Oma oder Mutter, ob die euch dabei helfen. Wenn man mit mehreren betet macht es auch viel mehr Spaß.
Wenn ihr das schon drauf habt, dann könnt ihr ja auch mal eure Freunde fragen, ob die Lust haben mit euch zu beten. Das verbindet und macht viel mehr Spaß!

Ich hab noch einen Vorschlag: Die Bibel! Lest doch einfach mal wieder in der Bibel! Besonders das neue Testament ist wirklich schön. Schaut einfach mal! Wenn ihr das alte Testament nicht versteht, dann fragt irgendeinen Erwachsenen, oder ein Geheimtipp: Lest es in der Kinderbibel.

Und wenn du jetzt fragst: Was hab ich davon? – so muss ich dir sagen: Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, was Gott mit dir vorhat. Du wirst es spüren. Ich weiß aber, dass Beten dir eine ungeheure Kraft geben wird. Wenn du alles, was du tust und vorhast, unter das Licht Gottes hältst, wirst du deine Leben nicht verfehlen und einen geraden Weg gehen.

Soooo ich wünsch euch den heiligen Geist, das ihr das alles schafft!
PS.: Eine neue Untersuchung hat ergeben, dass 60% aller Jugendlichen beten.

Autor: © Gebetskreis Open Hearts