Botschaft aus Medjugorje vom 25. September 2011
Liebe Kinder!
Ich rufe euch auf, dass diese Zeit für euch alle eine Zeit des Bezeugens sei. Ihr, die ihr in der Liebe Gottes lebt und seine Gaben erfahren habt, bezeugt sie mit euren Worten und mit eurem Leben, damit sie den anderen zur Freude und zur Anregung im Glauben seien. Ich bin bei euch und ich halte unaufhörlich Fürsprache vor Gott für euch alle, damit euer Glaube immer lebendig, froh und in der Liebe Gottes sei.
Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid.
Kommentar
Maria ruft uns an diesem Sonntag, da wir in Deutschland ganz unter dem Eindruck des Papstbesuches stehen, zum Zeugnisgeben auf. Das können wir nämlich von Papst Benedikt lernen: inmitten aller Angriffe, aller Verleumdungen, aller scheinbaren Überlegenheit derer, die den Untergang der Kirche herbeireden möchten, welche große Kraft das einfache, glaubwürdige und vertrauensvolle Zeugnis für die Liebe Gottes hat, das aus einem Herzen kommt, das sich wie ein Kind der Führung Gottes anvertraut. Tatsächlich sind wir die, die in der Liebe Gottes leben und seine Gaben erfahren haben. Das allerdings machen wir uns viel zu wenig bewusst. Wie oft lassen wir uns von Vorstellungen treiben, die uns einreden, durch den Glauben seien wir vernachlässigt und auf der Seite der Verlierer und der zu kurz Gekommenen. Die Muttergottes hilft uns, diese Bedenken zu überwinden und uns neu senden zu lassen, so wie die Apostel vor der Himmelfahrt Jesu gesendet wurden: Ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde. (Apg 1,8) Das Zeugnisgeben unserer Erfahrung der Liebe Gottes durch unsere Worte und unser Leben soll Frucht bringen, indem andere durch unser Zeugnis Freude und Anregung im Glauben erlangen. Hier wird deutlich, dass in Gottes Plan jeder von uns gebraucht wird. Einwände wie „was kann ich denn schon bewirken“ oder „dafür bin ich wohl nicht geeignet“ werden durch Maria eindeutig entkräftet. Auf jeden Einzelnen von uns kommt es an. Dafür gibt uns Maria heute eine ganz besondere Zusage: sie ist immer mit uns und betet unaufhörlich für uns zu Gott. So hilft sie mit, dass unser Glaube lebendig, froh und in Gottes Liebe ist. Das allerdings ist eine Zusage, die uns Mut macht, uns wirklich ihr zur Verfügung zu stellen, weil sie alles tut, damit Jesu Wille geschehen kann, und wir bereit sind, uns nach Gottes Plan in dieser Welt einzubringen. Das Motto der Deutschlandreise unseres Papstes lautete: Wo Gott ist, da ist Zukunft. Gott Raum zu geben in unserem Leben, bedeutet einer guten Zukunft Raum zu geben. Bei der Vigilfeier am Samstag in Freiburg rief Benedikt XVI. die Jugendlichen dazu auf, „glühende Heilige“ zu werden, was nicht bedeute, weltfremd, naiv und freudlos zu sein. Darauf kommt es an, nicht nur für unsere Jugendlichen, sondern für alle, die sich dafür entscheiden, nach der Weisung des Evangeliums zu leben. So werden wir zu Zeugen Gottes, so werden wir zu Werkzeugen, die Gott dazu verwenden kann, seine Liebe spürbar zu machen.


