Zu Christihimmelfahrt haben sich einige Mädchen aus dem Gebetskreis gemeinsam mit den Schwestern von der Gemeinschaft vom hl. Johannes aus dem holländischen Enschede aufgemacht, um deren Mutterhaus in St. Jodard zu besuchen. Der Anlass war die Einkleidung von 13 jungen Schwestern, die wir dort miterleben durften.
Die Gemeinschaft vom heiligen Johannes wurde 1975 von dem Dominikanerpater und Philosophieprofessor Père Marie- Dominique Philippe gegründet. Einige seiner Studenten wollten ein Leben in voller Hingabe an Christus leben und baten ihn ihr geistlicher Vater zu werden. So entwickelte sich langsam aber stets die Gemeinschaft vom heiligen Johannes, die sich heute in vier Arten aufteilt: die Brüder, die kontemplativen und apostolischen Schwestern und die Laienbewegung. Die Mitglieder leben nach drei Räten, nämlich der Verbindung mit Jesus in der Eucharistie, der Verbindung mit Maria und der Verbindung mit dem Hl. Vater.
Schon die Anreise war ereignisreich. Gestartet sind wir in Enschede, weiter ging es in dem Marienwallfahrtsort Banneux (Belgien), wo wir eine hl. Messe gefeiert und uns der Fürbitte der “Mutter der Armen” anvertraut haben. In Rimont haben wir das Mutterhaus der Brüder und das Grab des Gründers der Gemeinschaft, Père Marie- Dominique Philippe, besucht. Über Paray-le-Monial sind wir dann nach St. Jodard zum Mutterhaus der kontemplativen Schwestern gefahren.
In St. Jodard haben wir das Leben der Schwestern kennen gelernt. Wir haben an ihren Gebetszeiten teilgenommen, haben Vorträge zur Vertiefung des geistlichen Lebens gehört und haben die wunderschöne Umgebung erkundet. Wir durften das große Zeugnis der 13 Schwestern miterleben, die ihr Leben immer mehr Gott schenkten, in dem sie ihr Leben unter seine Weisungen stellten, als sie den Habit der Schwestern annahmen. So waren die Feierlichkeiten nach der Einkleidung auch sehr fröhlich und fanden ihren Abschluss in der gestalteten Anbetung, in der die Gemeinschaft Gott dankte für die Schwestern und auch für ihre Familien und ihm diese anvertraute.
Insgesamt sind wir sehr dankbar für diese kurze, aber intensive Reise. Es ist bestärkend so viele junge Schwestern und Brüder zu sehen, die augenscheinlich gegen den Geist der Zeit gehen, in dem sie ihr Leben Gott ganz und völlig überlassen. Diese Schwestern und Brüder leben in Einfachheit und Schlichtheit, sind aber voller Freude und Liebe zu Gott und zum Nächsten. Sie zeigen, dass es nicht auf das Äußere und Materielle ankommt, sondern das die Wege Gottes viel erfüllender und schöner sind.


