Aus der Kirchenzeitung des Bistum Münster:
Beten und singen für Gott
Jugendgebetskreis “Open Hearts” in der Gemeinde St. Andreas in Wüllen.

2008
Ahaus-Wüllen. “Open Hearts” – das sind 18 Jugendliche aus der Gemeinde St. Andreas in Ahaus-Wüllen und Umgebung, die zusammen einen Jugendgebetskreis bilden. Die jungen Frauen treffen sich alle zwei Wochen zum gemeinsamen Gebet und gestalten jeden Sonntag zusammen mit Pfarrer Gereon Maria Beese die Anbetung.”Auf einer Fahrt im Jahr 2002 sprach Pfarrer Beese uns an, ob wir nicht Lust hätten, einen Jugendgebetskreis zu gründen”, erzählen Franzis und Lena, zwei Gründungsmitglieder der Gruppe. “Wir haben uns gedacht: Warum nicht? Und so haben wir uns zunächst alle vier Wochen zum gemeinsamen Gebet getroffen.” Nachdem in den ersten zwei Jahren ein großer Wechsel innerhalb der Gruppe stattfand, habe sich mittlerweile ein fester Kern gebildet, der miteinander bete.

2007
Beim Aufbau des Kreises haben die Jugendlichen Hilfe von Mitgliedern der geistlichen Gemeinschaft “Totus Tuus” erhalten, mit denen sie 2005 auch gemeinsam zum Weltjugendtag nach Köln gefahren sind. Als Mitglieder der Gemeinschaft sehen sich die Jugendlichen jedoch nicht. Inzwischen haben sich, neben dem nur Mädchen bestehenden Gebetskreis “Open Hearts“, auch ein Jungengebetskreis und ein Kindergebetskreis gebildet.
Musikalische Gestaltung
Die achtzehn 15- bis 29-Jährigen beten nicht nur zusammen, sondern gestalten zum Beispiel die Anbetung auch musikalisch mit, egal ob mit Gitarre, Querflöte, Geige, Trommel oder Gesang. “Schon manches Mal hat es Anfragen von auswärts gegeben, ob wir nicht die musikalische Gestaltung bei Hochzeiten oder anderen Festen übernehmen könnten”, erzählt Lena. Aber sie seien kein Chor. “Wir machen das für Gott.”

Weltjugendtag 2005 in Köln
Auch außerhalb der Gebetsabende treffen sich die Jugendlichen, gehen Pizza essen, feiern oder ins Kino. Die Reaktionen auf ihr Engagement in der Kirche seien sehr unterschiedlich. Lena berichtet, dass “längst nicht alle” dafür Verständnis haben und sie sich zu Anfang viele Gedanken darüber gemacht hat, ob sie ihren Klassenkameraden davon erzählen soll. Aber als sie dann von dem Jugendgebetskreis berichtete, gab es auch viele positive Reaktionen. Franzis ist der festen Überzeugung: “Wenn man dahinter steht, ist das kein Problem”. Dabei seien Jugendliche oft toleranter als Erwachsene.
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© Text: E. Terhaar, 13.06.2007
Foto: Open Hearts, 29.09.2008

